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Der Innenausbau Teil 1: Tapezieren und Streichen

Ein Haus zu bauen oder es bauen zu lassen ist die eine Sache. Es sollte nicht nur gut, sondern auch im Hinblick auf alle Eventualitäten sowie mit dem Blick für eine gewisse Qualität geplant werden. Die Vorteile der Zusammenarbeit mit einem freien Architekten zeigen wir Ihnen hier auf. Dazu kommen aber noch viele weitere Aspekte, wie der Brandschutz, der Einbruchschutz und die Verwendung gesunder bzw. nicht-schädlicher Materialien im Innenraum. Diese Themen decken wir mit dieser Ratgeberserie ab. In unserer neuen Artikelreihe soll es ebenfalls um den Innenraum gehen, vor allem aber um Arbeiten und Maßnahmen, die von den Bewohnern vorgenommen werden.

Tapezieren und Streichen – Das kann doch nicht so schwer sein!

Wenn man schon Erfahrungen in der Innenraumgestaltung mitbringt, dann sind diese Aktivitäten nicht allzu schwer. Dennoch gibt es auch viele Menschen, darunter einige Bauherren oder Menschen, die ein Haus geerbt haben, die noch nicht das Vergnügen mit Tapetenkleister, Farbrolle und (hoffentlich nicht) wackeligen Leitern hatten. Dazu kommen all jene, die sich im Internet einfach nach einem Ratgeber umsehen sowie Tipps und Tricks fürs Tapezieren und Streichen suchen. Auch für diese Zielgruppe ist dieser Artikel gedacht. Nun soll es auch endlich damit losgehen:

Tapezieren: Vorbetrachtungen in 5 Schritten

tapeziereninnenausbauWer eine einfache Raufasertapete an seinen Wänden anbringen möchte, um diese dann zu überstreichen oder so wie sie ist zu verwenden, der kann Schritt 1 und Schritt 2 überspringen. Alle anderen sollten diese Schritte mit ins Kalkül ziehen.

Schritt 1 – Die Art der Tapete

Bei der Tapetenart geht es noch nicht um die Farbe oder das Muster. Hier sollten Sie vielmehr genau prüfen, welches Material und welche Oberflächenbeschaffenheit Sie benötigen. Das ist neben den persönlichen Präferenzen auch vom Zweck respektive Einsatzort der Tapete abhängig. Wollen Sie beispielsweise eine Tapete für das Bad oder den Waschraum aussuchen (falls diese Räume nicht komplett gefliest sind), dann sollte die Oberfläche der Tapete eventuell wasserabweisend sein. Hier empfehlen sich Vinyl- und Strukturtapeten. Wollen Sie mit der Tapete kleine Schäden in der Wand abdecken, eignet sich überdies Vliesfasertapete. Textiltapete lässt sich zwar schwieriger anbringen und ist teilweise schnell für Schäden anfällig, wirkt aber geringfügig wärmedämmend.

Schritt 2 – Farbe und Muster der Tapete

Ob Fototapete, Blumenmuster, Farbverlauf oder einfarbig – es gibt unzählige Tapeten. Bei einigen Mustern sowie auch bei einigen Tapezierverfahren sollte man allerdings die Wirkung der Tapete beachten:

  • So wirkt der Raum niedriger: waagerechte Muster oder Streifen; Tapezieren nicht bis zur Decke
  • So wirkt der Raum höher: senkrechte Muster oder Streifen; helle Decken und hohe Beleuchtung
  • So wirkt der Raum tiefer: helle Seitenwände und Blautöne; längs gestreifte Deckenmuster
  • So wirkt der Raum kleiner: kräftige Tapetenfarben; große Muster oder Bilder; diagonale Muster

Schritt 3 – Den Materialbedarf berechnen

Eine Eurorolle, deren Materialmaße genormt sind, bringt eine Breite von 0,53 Metern und eine Länge von 10,05 Metern mit. Rundet man leicht ab, so reicht eine Rolle also für zirka 5 m². Multiplizieren Sie nun die Länge aller Wände (bzw. den Raumumfang) mit der Höhe des Raumes. Teilen Sie das Ergebnis durch 5 (weil eine Rolle 5 m² abdeckt) und schon kennen Sie die Anzahl der benötigten Rollen. Etwas mehr sollten Sie allerdings einplanen, wenn Sie Mustertapeten verwenden, bei denen die Ränder an bestimmten Stellen anschließen müssen.

Schritt 4 – Kleister ist nicht gleich Kleister

Für jede Tapete gibt es den richtigen Kleister. Wenn Sie im Baumarkt oder einem anderen Fachhandel einkaufen, dann sollten Sie einen Angestellten fragen, welcher Kleister zu Ihrer Tapetenauswahl passt. In aller Regel gelten aber diese Kombinationen:

  • Glatte Papiertapeten: Normalkleister
  • Vliesfasertapeten: Spezieller Kleister für Wandklebeverfahren
  • Vinyl- und Relieftapeten: spezieller, starker Kleister
  • Raufasertapete: Raufaserkleister (hält der Feuchtigkeit von Anstrichen stand)

Schritt 5 – Die Reinigung des Pinsels

Tapetenkleister sollten Sie gleich nach dem Tapezieren aus dem dafür verwendeten Pinsel waschen. Bei der Verwendung von warmem Wasser und etwas Spülmittel bedarf es keiner weiteren Chemikalien. Auch hart gewordener Kleister sollte mit warmem Wasser aufzulösen sein – handelt es sich um hartnäckigen Spezialkleister, versuchen Sie den Einsatz von warmem Essig.

Das Tapezieren an sich

Wichtig ist hier, dass Sie die einzelnen Tapetenstreifen auf die richtige Länge zuschneiden. Bei neu gebauten Häusern, in denen alles gerade ist, ergeben sich da keine weiteren Probleme. In alten, denkmalgeschützten Bauten kann die Sache schon anders aussehen. Je nach Tapetenart kleistern Sie die einzelnen Bahnen ein und bringen sie dann mit Geduld und Vorsicht an der Wand an. Am besten arbeitet es sich hier zu zweit, zumal einer immer schauen kann, ob die Tapete auch gerade anliegt bzw. ob die Muster schließend aneinander liegen. Beim Wandklebeverfahren (Vliestapete) wird die Wand mit Kleister bestrichen oder besprüht und die trockene Tapete aufgelegt. Für das Zuschneiden und Einstreichen der Tapete lohnt sich der Einsatz eines Tapeziertisches.

Das Streichen der Wände – Oder: das etwas andere Tapezieren

streicheninnenausbauDie Wände zu streichen heißt, mit Farbe zu tapezieren. Hier gelten im Hinblick auf die Farbe, auf Muster und Streifen die gleichen Betrachtungen wie oben bei der Tapete. Zudem ist die ausgewählte Farbe, bei der es ebenfalls Unterschiede bei der Verwendung in Bad, Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, etc. gibt, einfacher an die Wand oder Decke gebracht als die Tapete. Dennoch gibt es ein paar nützliche Tipps für diese etwas einfachere Methode der Raumgestaltung.

Erst die Kanten, dann die Flächen

Wer Zeit sparen will, der nimmt sich vorerst einen entsprechend großen bzw. kleinen Pinsel und streicht damit die Kanten der Wände. Sollen die Wände unterschiedliche Farben bekommen, dann wird die gerade nicht bearbeitete Wand an der Kante mit Malerkrepp abgeklebt. Auf der zu bearbeitenden Wand kommt die Farbe zum Einsatz. Sind die Kanten und der Abschluss zur Decke dann breit genug gepinselt, kann eine Farbrolle für die freien Flächen zum Einsatz kommen. Diese können recht schnell bearbeitet werden, ohne dass man bei den Kanten auf die anliegenden Flächen Acht geben muss.

Die Reinigung der Pinsel, Rollen, etc.

Auch hier heißt das Geheimnis: Schnelligkeit. Eine zeitnahe Reinigung vor dem Festtrocknen der Farbe lohnt sich. Es spielen wieder viel warmes Wasser und ein bisschen Spülmittel eine Rolle. Bei vertrockneten Pinseln empfiehlt es sich, sie in Essig auszukochen.

Viel Erfolg beim Tapezieren und Streichen!

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