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Der Innenausbau Teil 2: Was man über Möbel wissen muss

Wie auch schon im ersten Teil dieser Artikelreihe soll es hier nicht vornehmlich um Baumaßnahmen im engeren Sinne gehen, sondern vielmehr um die Maßnahmen, welche den Bauherren nach der Bauabnahme bevorstehen. In Teil 1 haben wir uns dem Tapezieren und Streichen gewidmet. In diesem Teil soll die logische Reihe mit den Möbeln fortgesetzt werden. Ob helle oder dunkle, neue oder alte Möbel – für jedes Haus gibt es die richtige Einrichtung. Für Baudenkmäler genauso wie für neue Fertigbauhäuser. Und genau hier finden Sie die passenden Hinweise zur Inneneinrichtung.

Allgemeines zur Möbelwahl: Richtige Möbel in jedem Raum

möbelwahlBevor wir auf die einzelnen Räume und Zimmer in der Wohnung oder im Haus eingehen, wollen wir vorab noch ein paar allgemeine Hinweise anbringen, die es zu beachten gilt. Zum Beispiel im Hinblick auf das Licht. Verfügt ein Raum über kleine Fenster, liegt er nach Norden ausgerichtet oder versperrt ein Schatten spendender Baum bzw. ein anderes Gebäude den Weg der Sonnenstrahlen, dann empfehlen sich neben hellen Wandfarben auch helle Möbel. Vermeiden Sie zudem Teppiche und Bodenbelage, die Licht schlucken.

Auch Räume, die im Süden liegen und mit großen Fenstern sowie keinen Hindernissen davor ausgestattet sind, können helle Möbel und andere helle Komponenten vertragen. Aber: hier sieht man auch schneller, wenn etwas verunreinigt oder beschädigt wurde. Zudem kommen Freunde von dunklem Holz oder von verschiedenen kräftigen Farben auf ihre Kosten, da sie sich nach ihren Wünschen einrichten können. Für den Ausgleich von zu wenig oder zu viel Licht (bzw. Wärme im Sommer) können dann Lampen respektive Vorhänge und Jalousien genutzt werden.

Das Badezimmer als erster Sonderfall

Wann betritt man grundsätzlich das heimische Bad? Meist morgens und abends sowie manchmal auch dazwischen – vor allem am Wochenende. Daher hat man je nach Ausrichtung der Fenster, wenn vorhanden, nur zu einem dieser längeren Aufenthalte Sonnenlicht zur Verfügung. Deshalb kann das Bad nach dem eigenen Gutdünken mit hellen oder dunklen Farben eingerichtet werden. Bei kleinen Nasszellen eignen sich jedoch hellere Farbtöne, um den Raum größer wirken zu lassen. Für die Lichtversorgung, auch in innenliegenden Bädern, eignen sich energiesparende LED-Glühbirnen.

Das Schlafzimmer als zweiter Sonderfall

Bei jungen Menschen respektive jungen Paaren ist das Schlafzimmer noch mehr ein Ort für den Ausdruck der Persönlichkeit als bei den älteren Semestern, bei denen es um eine erholsame Bettruhe und einen Startpunkt für die senile Bettflucht geht. Daher sollten die Möbel, allen voran das Bett, nicht nur der Optik wegen, sondern auch im Hinblick auf den Schlafkomfort ausgesucht werden. Je nach Größe des Raumes empfehlen sich auch Stauräume unter der Liegefläche. Was Schränke und andere Möbel angeht, so sollte man ebenfalls die Raumgröße beachten und für Freiräume sorgen. Auch ein zu voll gestellter Raum kann für schlechten Schlaf sorgen.

Wohnzimmer und Esszimmer

Das Wohnzimmer sollte natürlich gemütlich eingerichtet sein. Allerdings ist es auch der Ort, an dem sich die Bewohner gern individuell auslassen. Soll die Wand also mit einer Fototapete ausgestattet sein, die das Meer, einen Strand und eine Palme zeigt, dann passen die Möbel von Uroma sicher nicht zu 100 Prozent in den Raum – es sei denn, die Uroma kommt aus Jamaika. Es empfiehlt sich kurz gesagt ein roter Faden, der – wenn schon nicht im ganzen Haus – in einem Raum auffindbar sein sollte. Im Zweifelsfall lohnt sich für die Umsetzung einer Idee oder für die Anpassung der Räume rund um schon vorhandene Möbelstücke die Konsultation eines Einrichtungsprofis.

Weniger schlimm sieht es natürlich beim Esszimmer aus, obwohl hier im Zusammenspiel mit der Küche gearbeitet werden kann. Denn ist diese recht klein, so lassen sich Teller, Bestecke, Gläser und / oder Tassen sowie weiteres Geschirr auch stilsicher im Esszimmer aufbewahren. So wird in der Küche effektiv Platz gespart; und wenn etwas zu Tisch fehlt, dann hat man es gleich griffbereit. Diese Bequemlichkeit sollte sich auch im wahrsten Sinne des Wortes auf die gewählten Möbel übertragen. Zwar gibt es sehr schöne Designerstühle und edle Tische mit Glasplatten und so weiter – wer aber oft Gäste für einen längeren Abend einlädt, bei dem Menüs, Raclette, Fondue oder Gesellschaftsspiele am Esstisch eine Rolle spielen, der sollte eher auf Gemütlichkeit und Ambiente setzen.

Kinderzimmer: Bunte Farben vs. Nachtruhe

kinderzimmergestaltungGerade beim ersten Kind probieren sich junge Eltern gern bei der Gestaltung des Kinderzimmers aus. Jedoch sind helle Farben in unterschiedlichsten Kombinationen nicht immer die besten Wahl – zumal wenn sie sich neben der Wandgestaltung auch noch in den Möbeln des Raumes wiederspiegeln. Daher sollte ein Kompromiss gefunden werden. Das Weiß an den Wänden und einigen Möbeln oder Einrichtungsgegenständen kann mit den kräftigeren bzw. dunkleren Farben anderer Möbel aufgewogen werden.

Dadurch entsteht ein kindgerechter Raum mit bunten Elementen. Das Kind wird tagsüber aber nicht mit Reizen überfordert und nachts, falls der Raum nicht komplett abgedunkelt wird, bzw. morgens wenn die Sonne aufgeht, wird der Raum auch nicht zu hell ausgestrahlt, weil die gesamte Inneneinrichtung im fluoreszierenden Regenbogen erscheint. Denn damit würde die Reizüberflutung gleich wieder von neuem anfangen.

Sonderfall Freizeiträume: Eine einzige Motto-Party

Es muss nicht unbedingt das Ferienhaus sein, es kann sich auch um den Partykeller handeln: oft werden diese Räumlichkeiten, wenn sie nicht für andere Dinge genutzt werden (können), für die Ausrichtung von Partys oder Feiern hergerichtet. Hier kann man sich verwirklichen und das Thema Strandbar, welches aufgrund der Anrichte von Uroma im Wohnzimmer nicht möglich war, Realität werden lassen. Neben der Fototapete können dafür Bastmöbel, eine kleine Bar mit Rum und dergleichen, echte oder künstliche Palmenblätter sowie weitere bezeichnende Elemente eingesetzt werden. Für die Kinder kann in einer Ecke sogar ein Sandkasten eingebracht werden.

Fazit zum Thema Möbel

Im Grunde hätten Möbel, hätte jeder Raum seine eigene Artikelreihe verdient. Zusammenfassen lässt sich aber, dass ein Thema, wenn es eines geben soll, nur solange verfolgt werden soll wie auch der Komfort nicht zu kurz kommt. Das spielt bei Sitzmöbeln eine rein haptische Rolle, bei der Raumgestaltung im Allgemeinen zudem eine optische – auch und vor allem in Bezug auf den Lichteinfall.

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