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Immobilienfinanzierung Test 2017: Hohe Kostendifferenz

Bei der Baufinanzierung gibt es hohe Kostenunterschiede, die oft erst in einem Vergleich deutlich werden. Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Immobilienfinanzierung Test herausgefunden, dass die Unterschiede in die tausende Euro gehen können. Bei einer Finanzierung mit einer Summe von 180.000 Euro kann die Kostendifferenz sogar bei bis zu 25.000 Euro liegen. Hier unterscheiden sich die teuren Anbieter wesentlich von den günstigeren Baufinanzierern.

Die Stiftung Warentest hat für ihren Baufinanzierung Test 2017 die Angebote von 105 Banken und Vermittlern unter die Lupe genommen. Im endgültigen Ergebnis sind 93 Anbieter von Annuitätendarlehen zu finden. Die anderen 12 Anbieter hatten keine solchen banküblichen Darlehen mit regelmäßiger Tilgung in ihrem Portfolio. Dadurch wurden sie nicht in den Testergebnissen berücksichtigt.

Woher die hohen Kostenunterschiede kommen

Bei Immobilienfinanzierungen geht es um oft hohe Summen. Jeder noch so kleine Prozentpunkt an Zinsen bedeutet zugleich eine große Wirkung. Das heißt, 0,10 Prozent Effektivzins mehr oder weniger macht in den Kosten für den Kredit viel aus. Je günstiger eine Baufinanzierung ist, desto mehr lässt sich unter dem Strich sparen.

Die hohen Kostenunterschiede erklären sich aus der Differenz zwischen den günstigeren und den teureren Anbietern. Je höher die Zinsen liegen, desto teurer ist am Ende die Baufinanzierung. Dazu kommen weitere Konditionen, die eine Immobilienfinanzierung teurer als eine andere machen. Damit dies nicht so ist, können Kreditnehmer bereits im Vorfeld auf einige wichtige Punkte achten.

Was Verbraucher beachten sollten

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, sieht oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dies gilt auch für die Baufinanzierung, dem Bereich, in dem es zahlreiche verschiedene Anbieter und Finanzierungsangebote gibt. Verschiedene Faktoren machen einen Immobilienkredit günstiger oder teurer. Diese sind:

  • Die Höhe der Effektivzinsen. Diese stellen die Gesamtkosten eines Kredits dar.
  • Die Möglichkeit der kostenfreien Sondertilgung, wenn diese gegeben ist. Diese ist im Kreditvertrag niedergelegt und stellt neben den Zinsen einen wichtigen Kostenfaktor dar.
  • Die kostenfreie oder mit Kosten belegte vorzeitige Tilgung des Darlehens.

Bearbeitungsgebühren sind bei Verbraucherkrediten unzulässig. Dies gilt auch im Bereich der Immobilienfinanzierungen, obwohl es zu dieser Darlehensart noch keine konkrete Rechtsprechung vom BGH gibt. Wer eine Baufinanzierung mit Bearbeitungsgebühren angeboten bekommt, hat meist genug andere Wahlmöglichkeiten für Kredite ohne solche Gebühren. Ein Abschluss eines solchen Immobilienkredits mit Bearbeitungsgebühren ist deshalb eher nicht zu empfehlen!

Baufinanzierung vergleichen ist das A und O

Wer günstig einen Kredit abschließen möchte, kommt an einem Kreditvergleich nicht vorbei. Was für den Ratenkredit und den Autokredit gilt, das gilt ganz besonders auch für die Immobilienfinanzierung. Durch die hohen Kostenunterschiede in diesem Bereich zeigt ein Baufinanzierungsvergleich am ehesten auf, wo sich die günstigeren Angebote finden lassen. Neben der Anfrage bei der Hausbank ist ein Vergleich anderer Anbieter unbedingt zu empfehlen.

Der wichtigste Punkt beim Vergleichen verschiedener Finanzierungsangebote ist die Höhe der Zinsen. Bei Krediten werden zwei verschiedene Zinsangaben verwendet. Zum einen ist dies der Sollzinssatz, zum anderen der effektive Jahreszins, der auch als Effektivzins bezeichnet wird. Der Sollzins ist der nummerische Zinssatz, der nur bedingt Aussagekraft hat. Wichtig für Kreditnehmer ist der effektive Jahreszins, der die Gesamtkosten eines Kredits erfasst.

Anhand der Höhe der Zinsen können verschiedene Baufinanzierungen miteinander verglichen werden. Dafür ist es wichtig, verschiedene Punkte in den Immobilienkreditrechner einzugeben:

  • Die gewünschte Kreditsumme
  • Die gewünschte Laufzeit der Finanzierung
  • Die angedachte Zinsbindung
  • Die gewünschte Höhe der Raten
  • Die angedachte Tilgungsrate

Dazu kommen abseits der Kreditdetails weitere wichtige Faktoren wie das Einkommen, der Wohnort, der Familienstand und der Berufsstand.

Wichtig: Zinsbindung beachten!

Die Höhe der Zinsen hängt bei einer Baufinanzierung nicht nur vom Anbieter selbst ab, sondern auch von anderen Faktoren. Die Zinsbindung spielt dabei eine wesentliche Rolle und kann bei einem Immobilienkredit entscheidend für die Kosten sein.

Es gibt eine einfache Formel für die Zinsbindung. Je länger diese läuft, desto höher sind, bezogen auf den gleichen Baufinanzierer, auch die Zinsen. Das heißt: bei einer kurzen Laufzeit der Zinsen werden niedrigere Zinsen verlangt. Je länger die Zinsbindung ist, desto höher steigt auch der Effektivzins an.

Dies könnte bedeuten, dass es besser ist, eine kurze Zinsbindung zu wählen, um Geld zu sparen. Richtig wäre dies, wenn die Zinsen für die Baufinanzierung in den Folgejahren voraussichtlich sinken werden. In Zeiten, in denen die Zinsen niedrig sind, ist es hingegen wichtig, auf eine möglichst lange Zinsbindung zu achten. Dadurch ist es möglich, sich die niedrigen Bauzinsen auch langfristig zu sichern. Eine teure Anschlussfinanzierung ist dann erst nach langer Zeit oder gar nicht erforderlich.

Die Bonität spielt eine wichtige Rolle

Neben der Zinsbindung spielt auch die Bonität eine wesentliche Rolle bei der Höhe der Zinsen. Wer als Kreditnehmer eine Top-Bonität mitbringt, bekommt niedrigere Zinsen als im gegenteiligen Fall. Natürlich ist auch dies nur vereinfacht dargestellt, zeigt sich beim Vergleich von Baufinanzierungen jedoch immer wieder.

Die Bonität bezieht sich nicht nur auf das Ergebnis der Bonitätsprüfung bei der Schufa und anderen Auskunfteien. In die persönliche Kreditwürdigkeit eines Kreditnehmers fließen auch andere Faktoren ein. Diese sind:

  • Einkommen
  • Familienstand
  • Berufsstand
  • Alter
  • Wohnort
  • Vollzeit oder Teilzeit beschäftigt
  • Gemeinsamer Kreditvertrag mit dem Ehepartner oder Lebenspartner
  • Kreditvertrag wird von einem Ehepartner oder Lebenspartner alleine unterschrieben

Ist die Bonität nicht ganz so gut, kann diese dadurch verbessert werden, wenn beide Ehepartner oder Lebenspartner den Vertrag unterschreiben. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn beide Partner voll verdienen. Statt einem Kreditnehmer zwei Vertragspartner zu haben, erfreut nicht nur den Kreditgeber, sondern kann auch die Zinsen sinken!

Den passenden Baufinanzierungsrechner finden

Im Internet gibt es zahlreiche verschiedene Kreditrechner, mit denen eine Vielzahl von Kreditangeboten verglichen werden können. Je detaillierter ein solcher Baufinanzierungsrechner ist, umso einfacher und gezielter ist ein Vergleich möglich. Wichtig ist, dass der Rechner unverbindlich ist und kostenfrei genutzt werden kann.

Wir empfehlen dafür unseren Baukreditrechner, damit Sie in Ruhe nach einer passenden Finanzierung für sich suchen können.

Fazit: Gut rechnen und Geld sparen!

Bei den Bauzinsen kann sich schnell viel ändern. Anders als bei vielen anderen Finanzprodukten können die Zinsen von heute auf morgen steigen oder fallen. Wer Wohneigentum bauen oder kaufen möchte, kann regelmäßige Zinsvergleiche machen. Dadurch kann tagesgenau herausgefunden werden, wie das jeweils aktuelle Zinsniveau aussieht.

Wer sich die Zeit nimmt, die geplante Immobilienfinanzierung zu vergleichen, merkt bald, dass sich damit einiges an Geld sparen lässt. Die hohen Kostenunterschiede, welche der aktuelle Immobilienkredit Test der Stiftung Warentest aufgezeigt hat, können dadurch vermieden werden. Die günstigen Anbieter im Bereich der Baufinanzierung lassen sich am einfachsten über einen solchen Kreditvergleich finden.

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