- Kostenlos den besten Baukredit berechnen!

Meppen will acht Häuser für Flüchtlinge bauen

Hausbau in MeppenDas Emsland ist eine der Anlaufstellen, wenn es darum geht, Flüchtlinge in Erstaufnahmestätten zu verbringen. Ob Jugendherbergen, Hotels, Turnhallen, Kasernen oder andere geeignete Bauten – um die ankommenden Menschen, die vor Krieg und Elend fliehen, beherbergen zu können, braucht es Platz. Die 35.000-Einwohner-Gemeinde Meppen im Emsland will nun unter Eigenregie dafür sorgen, dass weitere Gebäude entstehen, um der Aufgabe Herr zu werden. Denn diese ist eine langfristige Herausforderung. Der Hausbau ist daher auch eine Investition in die Zukunft.

Nicht nur Meppen nimmt Schutzsuchende auf

Von Mitte bis Ende Oktober 2015 kamen immer mehr Flüchtlinge ins Emsland. Nach einigen vorbereitenden Maßnahmen konnten 300 Menschen in Meppen einziehen. Vor allem Familien mit Kindern waren darunter. Zehn Tage danach – einige Familien waren schon wieder weitergezogen – kamen nochmals 200 Menschen an. Im gesamten Emsland-Kreis bezogen rund 1.000 Schutzsuchende eine Notunterkunft. Neben Meppen werden sie vor allem auch in Lingen versorgt. Eine weitere Turnhalle wurde in Sögel bereitgestellt.

Meppen sorgt für schnelle Problemlösung

Als zentrale Anlaufstelle im Emsland ergibt sich nicht nur eine temporäre Verantwortung für die Kreisstadt Meppen. Als solche ist sie auch dann von großer Bedeutung, wenn sie als Wegbereiter mit neuen Lösungen voranschreitet. Mit Engagement und größtenteils unter Eigenregie sollen daher acht Häuser für Flüchtlinge entstehen. Eine schnelle Lösung, die durchdacht werden sollte, aber dennoch zeigt, dass nur Agieren zur Lösung des Problems beiträgt. Bloßes Reagieren hilft schon lange nicht mehr, um Herr der Lage zu werden.

50 Wohnungen sollen geschaffen werden

Die aktuelle Lage sowie die Prognose, dass auch in 2016 wieder bis zu 800 Flüchtlinge nach Meppen kommen sollen, sei laut Matthias Wahmes, dem Stadtdirektor von Meppen, eine „enorme Herausforderung“. Die Stadtverwaltung hat sich daher für den Bau von acht massiven Häusern ausgesprochen, die insgesamt 50 Wohnungen bieten sollen. Handelt es sich also bei den zu erwartenden 800 Menschen um Familien, könnten viele davon untergebracht werden. Jedoch sicher nicht alle, da 800 Menschen auf 50 Wohnungen Parteien von je 16 Personen bedeuten würden.

An- und Abreise würde die Rechnung aufgehen lassen

Für viele der Flüchtlinge, wenn nicht sogar für die meisten, wären die Wohnungen wohl eher ein temporärer Aufenthaltsort. Zudem kommen sicher nicht alle 800 Schutzsuchenden auf einmal. Ein Wechsel in der Bewohnung der Gebäude kann also schließlich dazu führen, dass die Rechnung am Ende aufgeht. Und zudem handelt es sich bei der Zahl derzeit nur um eine Prognose. Zu große Kapazitäten und Leerstand brächte auch niemandem etwas.

Selber bauen, privat finanzieren lassen

Aktuell werden die Kosten für die acht Neubauten auf 6,5 Millionen Euro geschätzt. Zwei davon sollen in Eigenregie entstehen, um als gutes Beispiel voran zu gehen. Die weiteren sechs Bauten sollen dank privater Investoren entstehen. Diese werden derzeit noch gesucht. Der Plan an sich klingt schon einmal sehr gut und ist ein Beispiel, das in andere Gemeinden abstrahlen könnte und sollte. Zwar ist hier noch nichts wirklich in trockenen Tüchern, aber der Ansatz ist lobenswert. Vielleicht lenken auch einige Banken ein und vergeben Kredite zu Sonderkonditionen. Wir wünschen Meppen viel Kraft und Erfolg!

Calculator Back to top Open Sidebar