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Schnellere Tilgung des Baukredits dank Vermögenswirksamen Leistungen

Wer sich ein Haus bauen oder kaufen möchte, der steht vor mehreren großen Aufgaben. Neben der Planung und Durchführung des Baus oder der Sanierung der Immobilie wäre da auch der finanzielle Aspekt der Sache. Der Baukredit soll möglichst schnell abbezahlt werden, doch das bedeutet im Umkehrschluss vergleichsweise hohe Tilgungsraten. Bei diesen können die sogenannten „Vermögenswirksamen Leistungen“ (VL) helfen. Bis zu 40 Euro im Monat kann der Arbeitgeber seinem Angestellten dafür zur Verfügung stellen; zudem gewährt das Finanzamt Sparzulagen. Weitere Informationen zu VL und zur Eigenkapitalbildung finden Sie im Folgenden.

Was sind Vermögenswirksame Leistungen eigentlich?

BaukreditVon einer Vermögenswirksamen Leistung spricht man im Hinblick auf eine Sparzulage, die vom Arbeitsgeber gewährt und für eine staatlich geförderte Sparform verwendet wird. Vermögenswirksame Leistungen werden häufig gezahlt, wenn sie Teil des entsprechenden Tarifvertrags der Branche sind. Aber auch ohne einen Tarifvertrag können Chefs ihren Angestellten bis zu 40 Euro im Monat als VL zahlen; Voraussetzung ist, dass die Zahlung nicht für andere Zwecke als die Vermögensbildung aufgewendet wird. Dazu geschieht die Zahlung auch nicht über den Lohnschein, sondern direkt vom Arbeitgeber an das Anlagekonto des Arbeitnehmers.

Die rechtlichen Grundlagen für die Vermögenswirksame Leistung und die Eigenkapitalbildung auf Anlagekonten sind im Fünften Vermögensbildungsgesetz (5. VermBG) festgeschrieben, das 1990 etabliert wurde. Diesem Gesetz nach fördert der Staat das Sparen nach dem aufgezeigten Prinzip vermittels einer Arbeitnehmersparzulage (ANSpZ). Dabei gibt es allerdings verschiedene Durchführungswege. Diese bringen einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede mit. Letztere liegen vor allem in der Sperrzeit, dem maximal geförderten Sparbetrag, dem Satz für die Zulage und der Einkommensobergrenze, über der es keine Zulagen mehr gibt.

Hinweis zur Einkommensobergrenze: Arbeitnehmer mit einem zu versteuernden Bruttoeinkommen von max. 17.900 Euro können von der VL und der staatlichen Sparzulage profitieren. Für Verheiratete gilt übrigens eine Obergrenze von 35.800 Euro.

VL im Hinblick auf das Bausparen

Wird vom Arbeitnehmer ein Anlagekonto eröffnet, mit dem Ziel die darauf getätigten Einlagen für ein Bauvorhaben zu nutzen, dann spricht man vom „Bausparen“. Hier beträgt die oben schon erwähnte Sperrfrist sieben Jahre. Eine Förderung von 9 Prozent wird hier von Staats wegen gewährt, allerdings nur auf einen jährlichen Maximalbetrag der VL von 470 Euro. Zahlt der Chef also 12 Monate den maximal möglichen Betrag von 40 Euro, dann werden 10 Euro der Jahressumme nicht gefördert. Zudem wird der Zuschuss von 9 Prozent nur bei der oben beschriebenen Einkommensobergrenze gewährt. Für 470 Euro entsprechen 9 Prozent 42,30 Euro. Die eigenen Sparmaßnahmen ausgelassen, erhält der Bausparer also jährlich (im Idealfall) 522,30 Euro. Über sieben Jahre Sperrfrist sind das 3.656,10 Euro.

Maßnahme 1: Mehr Eigenkapital für den Hausbau

Durch die bis hier aufgeführten Fakten und Zahlen ergibt sich also die Möglichkeit, Eigenkapital auf effektive Art und Weise anzusparen. Durch dieses ist es dann folglich möglich, den Anteil des Fremdkapitals in der Finanzierung des Baus gering zu halten. Somit sinken auch die Tilgungsraten bei einer vergleichbaren Laufzeit eines höheren Fremdkapitalbetrags. Die Vermögenswirksamen Leistungen und das Bausparen lohnen sich also doppelt, da erstens ein kleinerer Kredit aufgenommen werden kann, und zweitens dessen Tilgung schneller abgewickelt wird. Jedoch gibt es auch noch eine andere Möglichkeit, VL für den Hausbau anzuwenden.

Maßnahme 2: VL direkt für die Tilgung des Kredits verwenden

Vermögenswirksame Leistungen wurden eigentlich ins Leben gerufen, um den Vermögensaufbau von Privatpersonen zu dienen. Den gleichen am Ende stehenden Nutzen kann man aber auch erreichen, wenn diese Zahlungen direkt für die Entschuldung der Immobilie genutzt werden. Dazu kann der Arbeitsgeber die Zahlungen direkt auf das Darlehenskonto überweisen. Der Arbeitnehmer sollte sein Kreditinstitut, bei dem er das Darlehen aufgenommen hat, allerdings dazu anweisen, dem Arbeitgeber einen entsprechenden Nachweis über die Verwendung der VL zur Tilgung des Kredits auszustellen.  Neben dieser Formalität ergeben sich für den Häuslebauer allerdings viele Vorteile aus diesem Weg der Finanzierung.  Denn bereits 40 Euro im Monat sind eine nicht zu unterschätzende Hilfe bei der Tilgung des Kredits.

Fazit zu Vermögenswirksamen Leistungen und der Baukredit-Tilgung

Sind Sie schon in der heißen Phase vor dem Hausbau und suchen Sie gerade noch den richtigen Kredit, dann wollen Sie sicher nicht noch einmal sieben Jahre auf die Auszahlung eines Bausparkontos warten. Sprechen Sie daher die Vermögenswirksamen Leistungen bei Ihrem Arbeitgeber als Möglichkeit zur Tilgung des kommenden Darlehens an. Auch er hat dadurch Vorteile, da Ihnen ein Stück finanzieller Last abgenommen wird. Das steigert die Lebensqualität und Sie sind eher motiviert für die tägliche Arbeit. So der Chef mit selbiger zufrieden ist, kann er die VL als Ersatz für eine Lohnerhöhung ansehen. Eine Win-Win-Situation also!

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