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Sicher ist sicher Teil 1: Das neue Haus als feuersicheres Zuhause

SicherheitIn unserer dreiteiligen Reihe „Sicher ist sicher“ wollen wir Ihnen verschiedene Schutzmaßnahmen für Ihr neues Zuhause vorstellen. Denn neben dem Bau der Immobilie, dem Einzug und dem letztendlichen Wohnen darin sollte auch die Sicherheit im Alltag mitbedacht werden. Diese bezieht sich auf verschiedene Bereiche, weshalb wir Ihnen diese in einer Reihe von Artikeln vorstellen wollen. In diesem Teil geht es vorerst um den Brandschutz im neuen Haus. Dieser fängt bei Rauchmeldern an und hört bei Brandschutztüren noch lange nicht auf.

Rauchwarnmelder: neuste Technik sorgt für schnelle Warnung

Schlägt ein Rauchmelder an, dann muss es noch lange nicht brennen. Denn der oftmals falsch als „Feuermelder“ betitelte kleine Kasten misst nicht die Umgebungstemperatur, sondern die Konzentration von Rauch in der Luft. Nach Expertenmeinung sollte jeder Raum eines Hauses über einen Rauchmelder verfügen, wozu auch der Flur zählt. Für die Küche gibt es spezielle Rauchmelder, die Wasserdampf von Rauch unterscheiden können und daher keinen Fehlalarm auslösen. Die Entwicklung der meist in weiß gehaltenen, kleinen Kästen ist in den letzten Jahren stark vorangeschritten.

Auch wenn Sie kein Freund / keine Freundin eines Smart Homes sein sollten und lieber unvernetzt leben, sollten Sie eventuell Rauchmelder ins Kalkül ziehen, die untereinander kommunizieren können. Haben Sie zum Beispiel einen Anbau am Haus oder eine separate Scheune, Garage, ein Gäste- oder Gartenhaus, dann können Sie diese Nebenbauten ebenfalls mit Rauchmeldern ausstatten, das entsprechende Signal aber auch in Ihr Schlafzimmer „schicken“ lassen – so muss das Feuer nicht erst übergreifen, bevor Sie davon Notiz nehmen. Überdies können mit dem WLAN gekoppelte Rauchmelder Nachrichten auf Ihr Smartphone senden, damit Sie auch unterwegs auf einen Brand oder Schwelherd reagieren können.

Egal für welche Art von Rauchmelder Sie sich entscheiden: Sie sollten qualitativ hochwertige Modelle wählen und sie in allen Räumen sowie in Anbauten und Nebengebäuden anbringen. Zudem sind einige Prüfzeichen und Siegel zu beachten. Dazu gehören die VdS-Anerkennung, das CE-Zeichen, das Qualitätszeichen Q und die Entsprechung nach DIN EN 14604.

Richtiges Verhalten bei einem Brandfall: die ganze Familie einbeziehen

Wenn ein Familienmitglied im Falle eines Feuers die Nerven behalten und rational handeln kann, dann ist dies schon viel wert. Noch besser ist es aber, wenn die ganze Familie geschult oder zumindest gebrieft ist. Das gilt vor allem, wenn Kinder im Haus sind – unabhängig von deren Anzahl. Ein-zwei Male im Jahr kann die ganze Familie den Ernstfall üben – es kann ein Treffpunkt vereinbart werden (beispielsweise das Kinderzimmer, um sicher zu gehen, dass das Kind / die Kinder dabei sind), von dem aus dann geordnet das Haus verlassen wird.

Dabei gibt es noch ein paar wichtige Punkte: Je nach Ausbreitung des Feuers kann festgelegt werden, ob und was an materiellen Werten gerettet werden soll. Wichtige digitale Daten sollten sowieso immer als Backup auf einem mobilen Datenträger oder gesichert in einer Cloud liegen. Viel wichtiger als jedes Gut ist allerdings die Unversehrtheit der Familie – daher sollten alle Erwachsenen und größeren Kinder den geordneten Abzug koordinieren können, damit dies nicht an einer Person hängt, die im Ernstfall vielleicht gar nicht zuhause ist.

Feuerlöscher: haben, warten, benutzen können

Für kleinere Brandfälle oder wenn der Ausweg gelöscht werden muss, sollten Sie auch den einen oder anderen Feuerlöscher parat haben. Dabei gibt es unterschiedliche Modelle – mit Pulver, Schaum und dergleichen. Für Haushalte werden jene mit Schaum empfohlen, Füllmengen bis zu 6 kg seien ausreichend. Bei Pulver-Löschern gilt es zu beachten, dass das Salzpulver dieser Modelle so fein ist, dass es nach dem Löschen des Brandes nur schwer zu entfernen ist. Am besten lassen Sie sich für Ihr Haus von der Feuerwehr beraten. Und wenn Sie schon einmal dort sind: absolvieren Sie mit Ihrer Familie ein Löschtraining. Nutzen Sie auch zuhause ältere Löscher (eine Kontrolle der Feuerlöscher wird alle zwei Jahre empfohlen), um den Umgang mit ihnen zu trainieren (im Garten, der Garage, etc.).

Brandschutztüren: ein weiteres Plus an Sicherheit

Sie sind genauso wie Feuerlöscher nicht vorgeschrieben, aber dennoch ein Pluspunkt bei der Sicherheit des Hauses: Brandschutztüren. In privaten Einfamilienhäusern gibt es zwei Stellen, an denen diese Türen sinnvoll sein können. Das wäre zum einen die Garagentür, falls Ihre Garage denn direkt ans Wohnhaus grenzt und von dort begehbar ist. In der Garage werden neben dem Auto oder Motorrad oft auch andere Dinge wie Farben, Verdünner, Benzin, etc. gelagert. Entsprechend sicher ist es, wenn dieser Raum von den anderen abgeschottet ist.

Der zweite Raum befindet sich oft im Keller: der Heizungs- und / oder Technikraum. Hier sowie zum Raum, in dem der Öltank steht, empfiehlt sich für den Ernstfall eine Brandschutztür. Nicht nur für den Fall, dass in diesem Raum ein Brand ausbricht, auch für den Fall, dass ein Feuer in diesen Raum dringen könnte. Eine Alternative zu Brandschutztüren sind Rauchschutztüren, die Rauch mindestens 10 Minuten abwehren müssen – das gibt ausreichend Zeit, um vom Rauchmelder wach zu werden und das Haus sicher zu verlassen.

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