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Sicher ist sicher Teil 2: Das neue Haus als kleine Festung

SicherheitWer ein Haus bauen kann, der muss Geld haben; und vielleicht sogar den einen oder anderen Wertgegenstand. So oder so ähnlich kann die Logik eines Einbrechers aussehen. Neben Wertsachen können aber – so erschreckend der Gedanke sein mag – auch die Leute, die in dem Haus wohnen, einen Einbrecher anziehen. Deshalb und zum Schutz der ganzen Familie sollten Sie bei Ihrem neuen Haus ein paar Sicherheitshinweise und Möglichkeiten zur Abschreckung von Einbrechern in Betracht ziehen. Die Abwehr von kriminellen Subjekten ist daher das Thema dieses Ratgebers aus unserer Reihe „Sicher ist sicher“.

Vorab: bei kurzer Anwesenheit alles abschließen

Bevor wir zu den einzelnen Schritten zur Sicherung des Hauses kommen, hier noch ein allgemeiner Hinweis für alle Situationen, zu denen Sie das Haus verlassen. Egal ob Sie kurz zum Nachbarn gehen, Einkäufe erledigen oder das Kind von der Kita abholen: auch am Tage kann immer und überall eingebrochen werden. Je abgelegener oder weniger einsehbar das Grundstück bzw. Haus, desto gefährdeter ist man. Daher sollten Fenster und Balkon- sowie Terrassentüren nicht angekippt bleiben – zumindest nicht im Erdgeschoss. Auch die Haustür sollte nicht nur im Schloss liegen, sondern abgeschlossen sein.

Schritt Nummer 1: Anwesenheit zeigen oder vortäuschen

Gerade wer jeden Cent zweimal umdreht, der wird sich über günstige Möglichkeiten zur Abwehr von Einbrechern freuen. Die billigste Variante ist das Vortäuschen der eigenen Anwesenheit. Vermittels Zeitschaltuhren können Sie im Falle Ihrer Abwesenheit dafür sorgen, dass abends oder in der Nacht ab und an eine Lampe im Innern des Hauses angeht und vielleicht auch für eine Weile das Radio läuft. Wer ganz modern und in einem Smart Home wohnt, der kann sogar die elektrischen Jalousien programmieren, damit sie abends schließen und sich morgens öffnen – wer total vernetzt ist, kann dies sogar im Urlaub über das Smartphone steuern.

Sind Sie tatsächlich zuhause und bemerken Sie, dass an einer Tür oder einem Fenster gewerkelt wird, dann zögern Sie nicht lange mit dem Aufzeigen Ihrer Präsenz. Falls der Einbrecher gerade erst ins Haus gelangen will, steht er unter Anspannung und Adrenalin – er wird eher das Weite suchen als sich zu verteidigen, wenn Sie sich zu erkennen geben (Licht, Geräusche, etc.). Ist er einmal im Haus und erkennt nicht gleich einen Ausweg, wenn Sie ihn konfrontieren, dann kann er durchaus gewaltbereiter sein.

Schritt Nummer 2: Abwehr von Verbrechern durch Außenleuchten

Bei Schritt 1 ging es um das Innere des Hauses – so weit soll ein Einbrecher aber gar nicht erst kommen. Deshalb lohnen sich zudem Bewegungsmelder, welche das Grundstück rund ums Haus erfassen. Vom Einbruch der Dunkelheit bis zum Tagesanbruch sollten diese Bewegungsmelder dafür sorgen, dass ein Halogenscheinwerfer mit mindestens 500 Watt Leistung das Grundstück und vor allem die Türen bescheinen.

Diese Daten stammen von der Kriminalpolizei, die zudem dazu rät, die Scheinwerfer mindestens in einer Höhe von 3,5 Metern anzubringen, damit sie nicht einfach heruntergerissen werden können. Die Kopplung mit akustischen Signalen, einer Alarmanlage zum Beispiel, ist beim Bewegungsmelder nicht immer zu empfehlen, da dieser auch auf Tiere reagieren kann.

Schritt Nummer 3: einfacher Einbruchschutz an Fenstern und Türen

Bei Fenstern und Terrassen- sowie Balkontüren sollten Sie darauf achten, dass der Schlussmechanismus mit sogenannten Pilzkopfzapfen bestückt ist. Damit schließt das Fenster nicht nur, es lässt sich auch nicht aus dem Rahmen hebeln, da der „Pilzkopf“ des beweglichen Fensterteils mit der Verankerung im Rahmen verkantet. Wie einbruchsicher diese Art von Fenstern und Türen sind, zeigt dieses Video. Wie schnell und einfach im Vergleich ein Einbruch bei Fenstern ohne Pilzkopfzapfen ist, zeigt jenes Video.

Bei Türen mit Glasscheiben sollten Sie sich zudem überlegen, ob Sie diese nicht mit Stahlgittern absichern wollen. Einfache Stahlstangen, die sich überkreuzen sorgen schon für ein Signal der Sicherheit und zeigen, dass ein Einbrecher weder sich noch seinen Arm durch das Türfenster bekommt, um den vielleicht von innen steckenden Schlüssel zu drehen. Auch Kellerfenster und dergleichen können bzw. sollten vergittert werden.

Schritt Nummer 4: Warn- bzw. Alarmanlage installieren

Eine Alarmanlage kann zwei Aufgaben erfüllen und das entweder einzeln oder zugleich: den Einbrecher mit akustischen Signalen abschrecken und per Notruf die Polizei verständigen. In rund 75 Prozent der Fälle sorgte in der Vergangenheit ein sogenannter „stiller Notruf“ für die Verhaftung der entsprechenden Einbrecher, die während des Einbruchversuchs von den alarmierten Beamten geschnappt werden konnten. Alarmanlagen, die auch akustische Signale abgeben sorgen zwar eher für eine Flucht, aber damit auch schneller für eine Schadensabwehr und die Sicherheit des Hauses. Zu den genannten Möglichkeiten kommt zudem noch die Gefahrenwarnanlage, die einen Notruf auch bei Feuer oder Wasserschäden abgibt.

Schritt Nummer 5: Aufräumen und verstecken

Die Gartenmöbel und Mülltonnen sowie das Kinderspielhaus und andere größere Gegenstände vom Grundstück zu entfernen und einzuschließen steht zwar im Gegensatz zum Schritt Nummer 1, es sorgt aber dafür, dass ein Einbrecher keinen Leiterersatz von Ihnen bekommt, dank dem er in die oberen Stockwerke, auf ein Carport, ein Vordach oder ähnliches gelangt. Ist das Erdgeschoss gesichert, die oberen Stockwerke aber zugänglicher, dann sollten Sie im Falle einer längeren Abwesenheit auch diesen Rat befolgen.

Das Schlagwort verstecken bezieht sich auf Ihre Wertgegenstände. Gelangt ein Einbrecher trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch in das Innere des Hauses, dann sollten Wertsachen, Elektronikgeräte und ähnliches nicht offen herumliegen. Schon das Verstauen im Bettkasten oder auf einem hohen Schrank bzw. in der Besenkammer oder aber auf dem Dachboden kann ausreichen. Ganz sensible und wertvolle Schätze sollten in einem einbetonierten Safe aufgehoben werden – das ist aber ein Thema für sich…

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