- Kostenlos den besten Baukredit berechnen!

Was der Bauherr eines Denkmals alles beachten muss

DenkmalschutzVon der Mühle über die Fabrik bis hin zum alten Bauernhaus in der Landidylle – viele Gebäude sind als Denkmäler geschützt und dürfen daher weder vollständig abgerissen, noch großzügig umgebaut werden. Es gibt viele rechtliche Vorgaben, an die sich der neue Bauherr halten muss. Auch was die Sanierung und Modernisierung angeht, sind ambitionierten Vorstellungen manchmal harte Grenzen gesetzt. In diesem Artikel gehen wir auf wichtige Regelungen ein, die Sie als Bauherr im Hinterkopf behalten sollten, wenn Sie an einem Denkmal bauen.

Nach dem Kauf ist vor der Finanzierung

Sind Grund und Gebäude erst einmal erworben oder sollen schon vorher Planungen stattfinden, dann ist darin auch die Denkmalschutzbehörde einzubeziehen. Der Denkmalschutz obliegt in der Bundesrepublik Deutschland den Ländern, weshalb es sich jeweils um eine Landesbehörde handelt. Daraus ergeben sich aber auch 16 nicht grundverschiedene, aber dennoch teils abweichende Denkmalschutzgesetze. Wer also nur generell einen alten Bau in Deutschland sein Eigen nennen möchte, sollte sich schon vor dem Kauf über Baumöglichkeiten schlau machen. Auf jeden Fall ist eine frühe Einbeziehung der Behörde ratsam, damit die Planung später nicht über den Haufen geworfen werden muss.

Mit diesen Begrenzungen ist zu rechnen

Hier sollte man vielleicht das Pferd von hinten aufzäumen. Denn statt alle möglichen Einschränkungen aufzuzählen, sollte besser dieser Grundsatz genannt werden: Wenn die Grundstruktur und die Aussagekraft des Denkmals bewahrt werden, dann ist der Um- bzw. Ausbau möglich. So sind vor allem Veränderungen, die das Äußere des Gebäudes betreffen, nur dann gestattet, wenn sie dem Original gleichkommen oder es nicht verfälscht abwandeln. Im Innern des Gebäudes ist da schon mehr möglich, allerdings können auch hier Regelungen zu tragenden Wänden und Raumaufteilungen bestehen.

Gibt es Hintertüren für das eigene Bauinteresse?

Die gibt es in begrenztem Maße schon. Zum Beispiel dank der Energiesparverordnung. Denn auch alte Häuser sollen bei einer Sanierung energieeffizienter werden. Das schließt beispielsweise eine Außendämmung ein. Auch der Austausch von einfachen Verglasungen gegen doppelglasige Fenster kann genehmigt werden. Hier ist aber auch zu klären, ob nicht mögliche – dem Original entsprechende – Doppelfenster ausreichend dämmen. Die Befreiung von der Energiesparverordnung ist im Gegenzug aber auch möglich, denn teils kann dadurch ebenfalls eine beträchtliche Veränderung des Gebäudes vonstattengehen.

Mit welchen Baukosten kann man ungefähr rechnen?

Natürlich sind die jeweiligen Baukosten recht individuell. Gerade bei sehr alten Häusern, die Fachwerk, Lehmwände und vielleicht noch ein Umgebinde besitzen, kann viel Arbeit auf den Bauherren warten; und damit auch hohe Kosten. Bei Bauten aus den 1930er-Jahren geht man generell von Baukosten aus, welche halb so hoch sind wie der Kaufpreis der unsanierten Immobilie. Im Hinblick auf Bauten aus den 1970er- bzw. 80er-Jahren werden die Baukosten mit einem Drittel der Kaufkosten angegeben. Natürlich sind auch das nur Richtwerte.

Das Wichtigste: die Förderung für Denkmalbauten

Neben steuerlichen Vorteilen gibt es auch Förderungen für Bauvorhaben an Denkmälern. Da diese aber auch nicht einheitlich sind, ist hier die entsprechende Landesbehörde zu befragen. Günstige Kredite gibt es zudem bei der Kfw-Förderbank (nicht immer geeignet, da Energieeffizienz vorausgesetzt wird). Auch einzelne Länder vergeben teils Baudarlehen oder Subventionierungen.

Calculator Back to top Open Sidebar