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Wintergärten und Gewächshäuser – Heizsysteme als Schritt 3

WintergartenheizungenGerade Wintergärten, die zu Wohnzwecken (mit)genutzt werden, sollten vollständig wärmeisoliert sein. Durch die Nähe zum Wohnhaus ergibt sich zudem die Möglichkeit, den Wintergarten an das Heizsystem der Immobilie anzuschließen. Wenn möglich, sollte selbiges auch bei einem Gewächshaus geschehen. Ergeben sich bauliche oder finanzielle Hindernisse beim Anschluss des Wintergartens oder des Gewächshauses an die bestehende Heizanlage, dann sollte über eine Einzelalternative nachgedacht werden. Für die einzelnen Glasbauten gibt es je nach Größe und Heizbedarf verschiedene Systeme, die Sie verwenden können. In diesem Teil unserer Ratgeber-Reihe wollen wir einige beleuchten.

Beispiele für Wintergartenheizungen und Bedarfsberechnung

Um eine gleichmäßig verteilte Wärme im ganzen Wintergarten zu bekommen, eignet sich eine Fußbodenheizung für den Glasanbau (Alternativen s. u.). Das hat überdies den Vorteil, dass keine Heizkörper den meist doch sparsam bemessenen Raum einnehmen. Gerade weil diese nahe an den Glaswänden angebracht werden sollten, wird durch die Verlegung des Heizsystems in den Boden Platz für Pflanzen geschaffen, die näher an die Glaswände gerückt werden können. Das schafft Platz für weitere Pflanzen, Sitzmöbel, eine Freifläche und so weiter. Dementgegen gibt es aber auch die Möglichkeit, in der Höhe sparsame Heizkörper im Boden unter ein Gitter abzusenken; ein praktischer Kompromiss.

Schließen Sie den Wintergarten an das bestehende Heizsystem an, dann sollten Sie den geplanten Verbrauch nicht an dem der bisher genutzten Räume herleiten. Denn diese sind besser isoliert, durch Mauerwerk und entsprechende Dämmschichten. Auch wenn Sie eine moderne Dreifachverglasung mit Wärmeschutzglas und anderen Innovationen einsetzen, ist das kein Garant für eine gleichwertige Isolierung. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von einem Fachmann beraten – bestehen Sie bei der individuellen Planung mit einem Architekten auf die Verwendung von neueren Entwicklungen; am Ende wird sich dies in den Heizkosten rechnen.

Wintergarten als solarer Energiekollektor

Gerade im Sommer und wenn der Wintergarten gen Süden ausgerichtet ist, sollte es die Möglichkeit geben, für Schatten zu sorgen. Denn ein Glasanbau kann sich durch die Sonneneinstrahlung enorm aufheizen. Das ist aber auch in den kühleren und kalten Monaten des Jahres ein Stichwort. Denn auch in Herbst und Winter sorgt die Sonne im Wintergarten für eine gewisse Heizleistung. Damit lässt sich zwar selten der Mehrverbrauch der Beheizung aufwiegen oder ausgleichen; eine merkliche Wirkung gibt es dennoch.

Geht man bei Streulicht in den Wintermonaten Dezember und Januar von einer Strahlungsdichte von 50 W pro Quadratmeter aus und rechnet man mit einer Fläche von 40 Quadratmetern, dann ergibt sich eine Heizleistung von 2 kW. Eine Heizung ist das nicht und es sorgt auch nicht dafür, dass man sich dauerhaft im Wintergarten aufhalten kann ohne zu frösteln oder zuheizen zu müssen. Dennoch sorgt diese mehr oder weniger natürliche Art der Erwärmung für ein abgesenktes Heizaufkommen. In Frühjahr und Herbst steigt die Leistung bei entsprechender Ausrichtung und Sonnenstrahlung auf bis zu 8 kW (bei obigen Werten).

Die vier derzeit gängigsten Wintergartenheizungen

Neben den oben angesprochenen Lösungen Heizkörper und Fußbodenheizung gibt es auch noch andere Heizsysteme für Wintergärten. Da die Glasanbauten wieder vermehrt im Trend liegen, werden diese auch immer weiter entwickelt und verbessert. Hier einmal die vier aktuell beliebtesten Systeme:

Wärmepumpen-Heizsystem

Hier handelt es sich um Systeme, die entweder wärmen oder kühlen können. Dabei werden durch ein Außen- und ein Innengerät die Temperaturunterschiede der umgebenden Luft genutzt, um thermische Energie von Niedrigleveln auf höhere zu bringen. Wärmepumpen sind flexibel einsetzbar und schnell wirksam, da sie ein Gebläse mitbringen.

Heizmatten für den Boden

Heizmatten kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn ein Wintergarten nachträglich mit einem Heizsystem ausgestattet werden soll. Auch wenn andere Systeme nicht möglich sind, eignen sich Heizmatten für den Wintergarten. Die flexibel verlegbaren Matten haben nur einen Nachteil: der Stromverbrauch, der sich durch ihren Betrieb ergibt. Ähnlich verhält es sich mit Heizlüftern.

Heizleisten für den Wintergarten

Entweder an der Konstruktion der Wände oder direkt an den Glasscheiben werden die Heizleisten in Form von Rohren angebracht. Der Vorteil: da die Glaswände als erstes von der Wärme profitieren, wird die Wärmeabgabe an gleicher Stelle unterbunden und der Raum kühlt nicht weiter aus. Zudem strahlt die Heizung auch in den Raum.

Heizgläser für den Wintergarten

Das ist im Grunde die modernste und gegen beschlagende Scheiben beste Version der Wintergartenheizung. Denn es kommen Scheiben mit spezieller, wärmeerzeugender Schicht zum Einsatz. Diese können elektronisch aktiviert und gesteuert werden. Zudem verfügen diese Gläser meist über eine sehr hohe Isolationswirkung, damit die Wärme nur nach Innen abgegeben wird.

Beheizung des Gewächshauses

Wollen Sie nicht nur im Sommer, wenn die Sonnenenergie für den Betrieb des Gewächshauses ausreicht, Pflanzen ziehen und Gemüse ernten, dann wird ein Heizsystem nötig. Auch hier gibt es unterschiedliche Lösungen mit verschiedenen Ansätzen. Zum Beispiel gibt es Gasheizungen, welche den Vorteil mitbringen, dass eine portable Gasflasche zum Einsatz kommt. Gekoppelt mit einem sogenannten Frostwächter lässt sich dieses System auch für den einfachen Schutz gegen Erfrieren verwenden. Denn anstelle der Beheizung auf 30 Grad kann Ihr Ziel ja auch einfach die Überwinterung der Pflanzen bei rund 12 Grad sein.

Derzeit gängigste Lösungen fürs Gewächshaus und DIY

Fürs Gewächshaus gibt es weniger moderne Heizlösungen als für den Wintergarten (s. o.). Jedoch gibt es schon einige gute Innovationen und zudem Do It Yourself Möglichkeiten. Hier einmal eine kleine Übersicht zur Beheizung des Wintergartens:

Elektrische Beheizung des Ziehhauses

Wenn Sie die Beheizung elektronisch lösen wollen, dann sollten Sie schon beim Bau des Gewächshauses auf eine Ausstattung mit Steckdosen oder dem Heizsystem an sich denken. Um den hohen Verbrauch zu handeln, sollten Sie auch an eine Zeitschaltuhr oder ein intelligentes Thermostat denken. So sparen Sie sich die manuelle Bedienung. Der Vorteil elektrischer Heizung: es wird kein Sauerstoff verbraucht und es entstehen keine Abgase.

Verwendung einer Gasheizung

Entweder mit Gas aus dem Hausanschluss oder, wie oben bereits beschrieben, vermittels einer Gasflasche können Sie diese Lösung umsetzen. Der große Vorteil von Gasheizungen ist, dass fast 100 Prozent der freigegebenen Energie tatsächlich thermisch sind.

Eigene Lösung selber basteln

Bei kleinen Gewächshäusern, die vor Frost geschützt werden sollen, können Sie auch Teelichter verwenden. Unter umgedrehte Tonblumentöpfe (mit ausreichend Luftversorgung) gestellt, wird die Wärme übertragen und abgestrahlt. Für höhere Heizleistungen können Sie überdies Petroleum- oder Paraffinheizer nutzen.

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